Sonntag, 23. Oktober 2011

Kookaburra



Rainbow Lorikeet - gibt es hier in Scharen und sind recht zutraulich. Sind sie nicht wunderschoen?

Samstag, 22. Oktober 2011

Heute 5 Wochen Australien und Bilder von unserer kleinen Wanderung auf den Berg Tomaree


Ich habe wenig Zeit, aber immer das Beduerfnis, einen weiteren Eintrag zu machen und meine Eindruecke zu teilen. Im Kurzstil hier das Wichtigste:

Uns geht es ziemlich gut, wenn auch wir nun, nach 5 Wochen, endlich ein neues Haus finden wollen, was sich etwas schwierig gestaltet (zur Miete), denn es gibt nur sehr wenige grosse Haeuser auf dem Mietmarkt um Gosford herum. Aber sonst laeuft alles gut, wir haben uns gut erholt
von den Strapazen des ersten Teils des Umzugs, viel am Meer gelaufen, die Kinder waren schon viel in den Wellen, wir haben die schoene Tier- und Pflanzenwelt genossen (Delfine, Wale!!, Papageien und allerlei Getier, Koala war hinterm Haus und grunzte laut (klingt wie ein rostiger alter Esel, so einViech!, auch zwei Kangurus grasten friedlich zwischen den Haeusern hinter unserem!), Nora und Charlotte sind in der Schule hier in Port Stephens, was ihnen nach der langen Pause gut tut. Nur John hat furchtbare Langweile, die Schule (geht hier los mit Kindergarten, aber ist wie bei uns erste Klasse) geht erst Ende Januar los fuer ihn, bis dahin muss ich mir noch Spielgruppen suchen, aber das mache ich hoffentlich bald in Gosford. Wir hoffen auf ein neues Leben dort und uns dann wirklich niederzulassen. 

Hier oben im Ferienhaus ist es wunderbar, aber eben doch eine Feriensituation, die innerlich bereits beendet ist. Jetzt sollte es weitergehen, aber das mit dem Haus hakt, also nervt das. Auch muss Frank Leute treffen in Sydney (Business consultant, neue Existenz aufbauen) und das ist von hier aus nur schlecht moeglich. Wir bleiben also am Hausthema, dann gehts weiter.

Wir waren aber letzte Woche viel unterwegs, in Gosford uns fuer ein Haus beworben, dann Anhaengerkupplung an unser Auto dranmachen lassen, dann zu Franks Bruder mit Familie gefahren in dieBlue Mountains, ganz viel geredet, war schoen, dann Anhaenger von ihm mitgenommen, dann zu Franks Onkel und Tante, Tee getrunken, besseren Anhaenger mitgenommen, dann zu Franks Mutter, Teegetrunken und uns verwoehnen lassen, Franks Schwester gesehen und Schwager, dann mit Kuehlschrank und Tisch und Kleinigkeiten durch downtown Sydney gegurkt in Peaktime (eklig), aber ueber die Harbour Bridge geduest, und das ist doch immer wieder ERHEBEND!! Also viel los, viele Kontakte durch Franks Familie, nette Leute ueberall.

Blick von Tomaree, unsere Lieblingsstelle. Die Berge/Huegel hier sind alle vulkanischen Ursprungs. Jede Bucht hat Sandstrand und ihren eigenen Charakter





Von Tomaree aus hat man einen wunderbaren Blick auf das offene Meer und wir haben tatsaechlich Wale springen gesehen! Die sind noch bis November auf dem Weg in den Sueden.


Australier nennen den Wald "bush", was immer Eucalyptuswald bedeutet. Stellt Euch den schoenen Duft  von Sonne und Holz und Eucalyptus und Honig vor, und dann hoert noch die vielen Voegel, auf Tomaree vor allem Rabengekraechz und laermende Papageien...

Auf den Bottlebrush-Baeumen tummeln sich oft Scharen von farbenfrohen Papageien, den Rainbow Lorikeets, die  mit ihren rauhen Zungen den Nektar rausschlecken und nebenbei einen Hoellenlaerm veranstalten


Samstag, 8. Oktober 2011

Hallo und Bilder

3 Wochen in Australien. Wetter wechselt immer wieder ziemlich schnell zwischen Sonnenschein, Sturzregen, Wind oder Sturm - man kann nie sicher sein, wie die naechste Stunde wird. Neulich sass ich am Spielplatz und unterhielt mich mit einer netten Frau, als eine schwarze Wand ueber das Meer gefegt kam, es wurde ganz ploetzlich empfindlich kuehl, alle Leute stuerzten schnell in ihre Autos und ich konnte mich mit John, da wir zu Fuss gekommen waren, nur noch in das oeffentliche Toilettenhaeuschen am Strand retten, bevor ein unglaublicher Sturm losbrach. Nach einer Viertelstunde war alles vorbei, es klarte sich auf und wir konnten zurueck nach Haus schlendern.

Wir machen hier weiterhin mehr oder weniger Ferien, das bedeutet: In den Wellen planschen, Musik hoeren, gut essen, Filme anschauen, Spaziergaenge am Meer, ueber Felsen klettern, Spielplaetze besuchen, Computer, Email, Skype. Das mischt sich jetzt mehr und mehr mit Ueberlegungen, wie wir weitermachen und wohin wir wollen, denn wir merken, dass wir alle wieder ein Zuhause brauchen und Routine einkehren muss, also Schule und Arbeit und Normalitaet...

Vor ein paar Tagen besuchten wir die Gegend um Gosford, die wir uns eigentlich eher ueber Internet ausgesucht hatten (Central Coast heisst die Region). Es gefiel uns sehr gut und wir werden uns naechste Woche einige Haeuser zur Miete ansehen. Nach Sydney sind es von dort etwa 80 Minuten Fahrt mit der Bahn, also machbar, wenn auch nicht zum taeglichen Hin- und Herfahren. Anders als in Sydney hat man in Gosford kurze Wege und es scheint alles zu geben, was man so braucht. Schoen ist dort auch, dass es ueberall Binnenseen gibt und viele schoene Buchten, drumherum alles huegeliger Nationalpark mit viel Eucalyptuswald. Zum Meer sind es wenige Kilometer. Die Hauspreise sind noch erschwinglich, im Vergleich zu Sydney!

Damit die Kinder wieder in den Rhythmus kommen, werden wir versuchen, sie ab naechster Woche einzuschulen hier in Nelson Bay. Fuer John suche ich eine Spielgruppe, denn besonders er sehnt sich nach anderen Kindern. Er ist hier weiterhin sehr aufgeschlossen und erzaehlt allen, dass er aus Deutschland kommt und er John heisst - und schon ist er im Gespraech und wir damit auch. Die Leute hier sind freundlich, aber auch zurueckhaltend und wirken sehr entspannt. Es gibt viele Touristen hier und auch viele Einwanderer. Wir fallen gar nicht gross auf und man will hier auch gar nicht viel wissen. Das finde ich zum Teil etwas befremdlich, aber das werde ich vielleicht mit der Zeit verstehen lernen.

Frank streckt seine Fuehler nach Jobperspektiven aus und ist mit einem sehr freundlichen und hilfreichen Business Coach im Gespraech. Er hofft, in diesem Bereich Fuss zu fassen, was gut waere. Er wird auch selber von ihm beraten, also ein sehr wertvoller Kontakt fuer uns.

Unsere Adresse ist uebrigens noch:

c/o Mrs Nora Salter
4 / 9-11 Mistral Close
Nelson Bay, N.S.W. 2315
Australien
Tel: 0061-49814171

Ich freue mich natuerlich immer ueber Post / Anrufe von Euch allen, also nur zu! Meine Email-Adresse lautet weiterhin:

sibsal@aol.com

Liebe Gruesse nach Deutschland!
Sibylle

Freitag, 30. September 2011

Mehr Fotos vom 30. September 2011

Little Beach



Twenty Mile Beach (!!), immer extrem windig und flach, Freiheit pur!



Australische Kamele (urspruenglich aus Afghanistan), eingefangen und gezaehmt, um Touristen  ueber Strand und Sandduenen zu schaukeln





Donnerstag, 29. September 2011

Fotos vom 29./30. September 2011

Unsere Wohnung ist oben rechts
John bei den Fischern am Meer

Shoal Bay ist unser "Hauptstrand"

nochmal Shoal Bay


Unser Auto Honda Odyssey mit stolzem Besitzer

Mittwoch, 28. September 2011

Tag 11 in Australien!

Unglaublich, aber wir haben es geschafft!!! Dank vieler helfender Hände von Freunden/Nachbarn und unter einem ganzen Zelt guter Wünsche! Danke Euch allen!

Guter Flug mit Qantas via Frankfurt und Singapore, eine willkommene Auszeit zwischen hier und da. Dann waren wir in den Armen der Familie, die sich rührend um uns kümmerten. Nach drei Tagen Sydney (Wiedersehen mit der Harbour Bridge, Opera House, Fähre nach Manly, Strand!) fuhren die Kinder und ich mit einem Reisebus nach Port Stephens, immer die Küste hoch zur Ferienwohnung von Franks Mutter, die wir schon von früher kennen und lieben (sowohl Mutter als auch die Wohnung!). Das Haus heißt übrigens "Nirvana" und ist herrlich bequem, es fehlt an NICHTS!

Frank ist hier wieder wie ein Fisch im Wasser und kaufte nach langem Hin und Her einen Honda Odysee mit 7 Sitzen, gebraucht, 4 Jahre alt. Dann kümmerte er sich um Versicherung etc. und um unsere Krankenversicherung, die hier recht unkompliziert läuft, wenn man australischer Staatsbürger ist (Frank und die Kinder). Zur Sicherheit hatte ich noch in Deutschland eine eigene private Langzeitkrankenversicherung abgeschlossen, falls ich mit meinem momentanen Visum Probleme habe. Ich warte noch immer auf mein "richtiges" Partner Migration Visum - im Moment habe ich ein Besuchsvisum für 1 Jahr (no work!! :-) ). Nach Kauf von Laptop und Internet-Verbindung war Frank dann gestern Abend bei uns und wir müssen nun erst einmal alle richtig ausspannen.

Es ist Frühling hier, um die 20 Grad, das Meer zwar kalt, aber definitiv schwimmbar für die Kinder! Ich habe mich nicht lumpen lassen, und nur um zu sagen, dass ich auch schon drin war, einmal reingetraut, gefühlte 0 Grad. Aber die Wellen machen das wieder wett. Es war recht stürmisch in den letzten Tagen, auch ein Tag Dauerregen, das Meer ist daher recht wild. Schaut man lange genug aufs Wasser der Bucht, wo wir sind, sieht man die Flossen und Rücken der Delphine, die hier leben. Dank einiger Naturreservate in Port Stephens gibt es hier noch eine große Vielfalt an Meerestieren, die man schnorchelnd beobachten kann, wenn das Wasser etwas wärmer wird. In ausgewiesenen Zonen darf geangelt werden, ein großer Freizeitsport hier unter den Männern und Urlaubern. An der Fischputz-Einrichtung am Strand stehen dann ganze Trauben von Pelikanen (!!) mit zitternden Flügeln bettelnd, denen die Fischköpfe und Innereien zugeworfen werden. John und ich stehen da immer gern wieder, fasziniert von beidem: den riesigen Pelikanen, die gierig, aber friedlich zwischen uns rumwatscheln, und den wunderschönen Fischen, die dort fachmännisch unter viel Palaver bearbeitet werden. Ich muss zugeben, dass ich dieses Hin und Her im breiten Australisch kaum verstehe!

Überhaupt habe ich wider Erwarten einige Kommunikationsschwierigkeiten. Nora lacht dazu nur noch, die hatte schon ihre Feuertaufe, als sie allein in Australien war. Jeder spricht einen an, und zwar nicht mit "hello", sondern mit einem völlig verwaschenen "howyadoing". Manchmal gucken sie dann ganz erwartungsvoll, ui, jetzt muss ich was sagen, aber was wollen die nun wirklich hören, manchmal gehen sie sofort zu einem anderen Gesprächsthema über, die Begrüßung war quasi nur die Einleitung. Dann nuscheln sie drauflos und reden kein bißchen langsamer, wenn sie merken, dass man gar nicht richtig mitkommt. Naja, wird noch. Auf die Familienmitglieder Salter bin ich schon eingeschossen, da passiert mir das eher nicht.

Um noch einen kurzen Eindruck von unserer Umgebung zu geben: In den Gärten stehen viele Palmen und Bananenstauden und ich entdecke oft Pflanzen, die ich zuhause in Töpfen auf der Fensterbank stehen hatte, die mir im Nachhinein richtig mickrig vorkommen. Einblatt, Grünlilie, Yucca. Rot leuchten im Moment die Bottlebrush-Büsche in voller Blüte, die wiederum farbenprächtige Papageien anziehen, die den Nektar aus den Blüten trinken (Rainbow Lorikeets - knalliges Grün, Gelb, Blau, Rot!! eine Augenweide!). In den vielen wild wachsenden Eucalyptusbäumen verschiedener Art tummeln sich oft sicher ein Dutzend weiße Papageien, die einen höllischen Lärm machen, nur noch übertönt von Kookaburra-Konzerten, die uns oft am Morgen aufwecken. Die Geräuschkulisse ist für mich exotisch-fremd-faszinierend. Da Frühling ist, blüht so ziemlich jede Pflanze im Moment, aber sie blühen nicht so üppig verschwenderisch wie in den Tropen, sondern eher bescheiden - das Klima ist hart, der Boden sandig und nährstoffarm -, aber bei genauem Hinsehen wunderschön.

Nein, Koalas habe ich leider noch nicht entdeckt, obwohl es sie hier geben soll, ebenso habe ich noch keine Kängurus gesehen. Die Wale sind allerdings noch auf der Durchreise in die Arktis und können von erhöhten Punkten aus gesichtet werden, wenn man Glück hat. Das wollen wir demnächst mal machen. Also alles sehr anders hier!

Damit beende ich für heute meinen "Blog". Er dient mir als Logbuch unserer ersten Zeit in Australien und Euch allen zur Info, wenn Ihr Lust habt reinzuschauen. Bilder werden noch eingestellt. Tschüß!